Stress ist schon lange kein einfacher Modebegriff mehr, sondern hat sich als fester Bestandteil unseres Alltags etabliert. Mit Stress reagiert der Körper auf Ereignisse, die eine Bedrohung, Schädigung oder Herausforderung für den menschlichen Organismus darstellen und als solche bewertet werden. Die Fähigkeiten zur Bewältigung dieses Ereignisses überstrapazieren jene Fähigkeiten zur Verarbeitung des Körpers. Es kommt zur Ausschüttung von Stress.

Der Alltagsbegleiter Stress

Viele Menschen leiden unter StressUnruheNervositätMüdigkeitAngst und Depressionen. Eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise kann die körperschwächenden Stresssymptome entscheidend verringern. Mikronährstoffe als Schutzmechanismen des Körpers können in ausreichenden Mengen die negativen Auswirkungen von Stressbelastungen weitestgehend einschränken. Mangelt es jedoch an essentiellen Mikronährstoffen wie an Vitamin C, Vitaminen des B-Komplexes, Vitamin D, Coenzym Q10, Selen, etc. kommt es zu einer erhöhten Stressanfälligkeit, wodurch das Immunsystem geschwächt wird. Pflanzliche Wirkstoffe helfen dabei, Stress, Unruhe, Nervosität, Müdigkeit, Angst und Depressionen zu bekämpfen.

Stress als Gesundheitsrisiko

Durch einen erhöhten Pegel der Stresshormone wie z.B. Adrenalin und Cortisol fällt der Blutzuckerspiegel rapide und es kommt zu Heißhungerattacken. Bei Stress neigen wir dazu fettige und zuckerhaltige Speisen zu uns zu nehmen. Dauerstress kann langfristig beispielsweise zur Gewichtszunahme führen, da die Zuckeraufnahme des Körpers gestört ist und so mehr Fette aufgenommen werden.

Aufgrund verdrängter Emotionen (beispielsweise Aggression) führt Stress nicht nur zur Bildung von Krankheiten sondern  auch zu anderen körperlichen Beschwerden und beeinflusst die Lebensqualität somit negativ. Neben emotionaler Leere kann vor allem auch das psychische Befinden negativ beeinflusst werden.

Stress kann sich unter folgenden Beschwerden bemerkbar machen:

  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Schlaflosigkeit
  • Magenschmerzen bzw. Durchfall
  • Erschöpfung bis hin zum Burnout
  • Depression

Was hilft gegen Stress?

Tipps für eine effektive Reduktion von Stress:

  • Ursache von Stress erkennen: nimm dir am besten etwas Zeit für dich selbst und liste alle Dinge auf die dich stressen. So bekommst du ein besseres Verständnis für die Stressoren und kannst damit beginnen Dinge zu ändern. Bist du aufgrund deiner Arbeit gestresst, oder sind es Beziehungen die dein Leben negativ beeinflussen?
  • Sich selbst gut organisieren: Stress kann nur reduziert werden, wenn du nicht das Gefühl hast von Dingen förmlich erschlagen zu werden. Ein Zeitplan oder etwa eine To-Do Liste mit fixen Entspannungszeiten helfen dir dabei nichts mehr zu vergessen und du hast eine weitere Stressquelle eliminiert.
  • Lerne nein zu sagen und Prioritäten zu setzen: erkenne, dass du nicht alles kontrollieren kannst und auch nicht musst. Priorisiere Dinge die dir wichtig sind und reihe die anderen an den Schluss.
  • Sorgen teilen: unterhalte dich mit deinen Freunden oder mit deiner Familie über Dinge die dich belasten und sprich sie dir im wahrsten Sinne des Wortes von der Seele. Wenn du dich öffnest wirst du auch Einblicke in Leben anderer bekommen. Denn eines ist sicher: du bist nicht der/die Einzige der/die mit Stress zu kämpfen hat!
  • Bewegung in den Alltag integrieren: schon etwa 30 Minuten Sport pro Tag helfen dir dich besser und gesünder zu fühlen. Es gibt jede Menge toller Sportarten, ganz egal ob schwimmen, laufen, Yoga oder wandern. Wie wäre es deinen Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen?
  • Ernähre dich gesund: vielleicht ist dein Stressgefühl einem überhöhten Koffeinkonsum oder zu vielen Süßigkeiten zu verdanken? Nimm mindestens drei ausgewogene Mahlzeiten zu dir und versuche schnelle und ungesunde Snacks sowie Fast-Food zu vermeiden.
  • Gute Mineralstoffversorgung
  • Autogenes Training und Entspannung: Nutze dieses Entspannungsverfahren und konzentriere dich dabei auf dich selbst! Versuche doch einmal in eine andere Welt einzutauchen indem du beispielsweise ein Buch liest?
  • Optimiere deine Schlafgewohnheiten: versuche ausreichend zu schlafen. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf. Dimme die Lichter etwa 1 Stunde vor dem Einschlafen, das beruhigt dich und trägt zu deiner Entspannung bei. Eliminierst du TV, Handy und Laptop aus deinem Schlafzimmer steht einer erholsamen Nachtruhe nichts mehr im Weg!

Hausmittel gegen Stress

Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist ein Entspannungsbad mit Kräutern, wie Melisse, Baldrian oder Lavendel, genau das Richtige. Oft bleibt für Freizeitaktivitäten unter der Woche nicht sehr viel Zeit. Achte darauf nicht bis spät in die Nacht zu arbeiten, sondern gönn dir eine bewusste Auszeit, indem du deinen Lieblingsbeschäftigungen nachgehst. Eine ausgewogene Ernährung kann Stress vorbeugen. Achte darauf übermäßiges Essen oder Hunger zu vermeiden. Ein gesunder Mittelweg schafft Abhilfe.

Oftmals liegt Stress Reizüberflutungen zugrunde. Verzichte auf einen langen Fernsehabend und tanke genügend Schlaf oder entspanne dich mit Yoga oder autogenem Training. Auch eine entspannende Gesichtsmaske aus 4 EL Topfen, einer geraspelten Gurke und 1 EL Olivenöl kann helfen. Die Maske eine halbe Stunde einwirken lassen und anschließend mit warmen Wasser anspülen.

Anstatt sich im Bett mit dem Smartphone zu beschäftigen und Mails zu checken, raten wir sich am Vorabend einen Plan für den nächsten Tag im Kopf zurecht zu legen, denn Vordenken verhindert Stress. Lass deinen Tag revue passieren und erinnere dich an schöne Momente.

Vitamine gegen Stress

Vitamin B6

Vitamin B6 wird zur Stärkung des Immunsystems, bei Konzentrationsschwäche oder Lernstörungen sowie bei Schlafstörungen, Albträumen oder Depressionen eingesetzt. Vitamin B6 ist im Körper entscheidend am Aufbau und Umbau von Eiweißen beteiligt. Beim Aminosäurestoffwechsel werden Aminosäuren in körpereigene Stoffe umgewandelt. Dazu gehören unter anderem die Botenstoffe Serotonin und Dopamin die für das Empfinden von Glücksgefühlen von Bedeutung sind.

Vitamin B12

Unser Körper braucht zwar nur geringe Mengen an Vitamin B12, trotzdem ist das Vitamin an vielen wichtigen Prozessen im Organismus beteiligt. So nimmt es unter anderem Einfluss auf das Zellwachstum sowie die Zellteilung und wird für die Bildung der Erythrozyten benötigt. Darüber hinaus ist Vitamin B12 auch für unser Nervensystem von entscheidender Bedeutung, da es an der Ausbildung der Myelinscheide, welche die Nervenfasern umhüllt, mitwirkt.

Vitamin D3

Vitamin D3 ist die aktive Form des Vitamin D. Ein Vitamin D3 Mangel kann zu Depressionen führen. Viele Menschen sind der Meinung, dass allein mit einer gesunden Ernährung ausreichend Vitamin D aufgenommen wird. Das ist jedoch ein Trugschluss. Nur sehr wenige Nahrungsmittel enthalten ausreichende Mengen an Vitamin D. Mit anderen Worten: Man müsste Innereien und fetten Fisch schon sehr lieben, um wenigstens das tägliche Minimum an Vitamin D zu erreichen. Folgen eines Vitamin D3 Mangels sind häufig und äußern sich in Form von Müdigkeit, Unruhe und Depressionen.

Jeder Mensch braucht eine gesunde Portion Stress, die es zu bewältigen gilt. Das Ausmaß ist aber stark von der Persönlichkeit abhängig. Wer kein stressiges Leben hat, verpasst Herausforderungen und vergisst zu leben. Weiters vergisst man schnell wie man mit Belastungen umzugehen hat.

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