Stress bewältigen und Burnout vermeiden

Du fühlst dich oft ausgelaugt, weißt nicht mehr wo oben und unten ist? Du erfährst eine extrem hohe Belastung etwa durch übermäßige Arbeit oder hast seelische oder private Probleme? Hier erfährst du wie du erfolgreich Stress abbauen kannst oder noch besser: wie du ihn vermeidest.

Was ist Stress?

Stress ist schon lange kein einfacher Modebegriff mehr, sondern hat sich als fester Bestandteil unseres Alltags etabliert. Mit Stress reagiert der Körper auf Ereignisse, die eine Bedrohung, Schädigung oder Herausforderung für den menschlichen Organismus darstellen und als solche bewertet werden. Die Fähigkeiten zur Bewältigung dieses Ereignisses überstrapazieren jene Fähigkeiten zur Verarbeitung des Körpers. Es kommt zur Ausschüttung von Stress.

Primär wird Stress als negativ angesehen, kann sich aber auch durchwegs positiv in Form von Leistungssteigerung auf den Organismus auswirken. Meistens werden eher kurze Phasen von Stress als angenehm erlebt. Länger andauernde Schwankungen können sich in Form von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem erhöhten Schlaganfallrisiko oder Organerkrankungen bemerkbar machen. Oft wird aber auch das seelische Befinden in Mitleidenschaft gezogen und der Betroffene reagiert mit Aggression, Wut oder Ablehnung.

Arten von Stress

Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Arten von Stress, den Eustress und den Distress. Während sich der Eustress positiv auf deinen Körper in Form von erhöhter Leistungsfähigkeit, Kreativität und als Muntermacher auswirkt, kennt man den Distress als negativen Stress, bei dem der Körper schnell überfordert und ermüdet ist.

Weitere wichtige Faktoren im Zusammenhang mit der Bewertung von angenehmen bzw. unangenehmen Stress und wie dieser schlussendlich empfunden wird, hängen davon ab wie lange dieser dauert, wie intensiv dieser ist und ob die betroffene Person denkt diese Stresssituation bewältigen zu können.

Stress ist nichts anderes als die Anpassung des Körpers auf unterschiedliche Reize in Zusammenhang mit der Umwelt. Jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens einen Anpassungsdruck den es zu bewältigen gilt. Zum Problem wird dieser aber erst wenn es sich nicht mehr bewältigen bzw. abarbeiten lässt. Stress klassifiziert sich weiters als Ungleichgewicht zwischen diversen Anforderungen und den Möglichkeiten darauf reagieren zu können.

Stressfaktoren

Stress entsteht generell immer dann, wenn wir das Gefühl haben etwas wächst uns über den Kopf. Es entsteht eine Situation bei der man glaubt man verliere die Kontrolle und dies löst wiederum Unbehagen aus. Die Bewertung der stressauslösenden Situation ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Diese Stressreaktionen werden durch so genannte Stressoren, also belastende Reize, verursacht.

Wesentliche Stressoren können unter anderem folgende sein:

  • einschneidende Ereignisse, wie Trennung oder Tod eines nahestehenden oder geliebten Menschen, Jobverlust oder Verbrechen.
  • kleine, tägliche Unannehmlichkeiten, die sich aber häufen und in Summe eine größere Belastung darstellen
  • individuelle, persönliche Einstellungen wie negative Denkmuster, Ungeduld, Wut, Enttäuschung und Hilflosigkeit
  • berufliche Probleme wie Mobbing, Leistungsdruck, Über -und Unterforderung
  • Umwelteinflüsse wie Lärm
  • Nichterfüllung wesentlicher Bedürfnisse
  • Körperliche Probleme wie Krankheit, Schlafentzug oder Operationen
  • Aber auch positive Ereignisse wie Heirat oder die Geburt eines Kindes können Stressoren darstellen

Stress als Gesundheitsrisiko

Durch einen erhöhten Pegel der Stresshormone wie z.B. Adrenalin und Cortisol fällt der Blutzuckerspiegel rapide und es kommt zu Heißhungerattacken. Bei Stress neigen wir dazu fettige und zuckerhaltige Speisen zu uns zu nehmen. Dauerstress kann langfristig beispielsweise zur Gewichtszunahme führen, da die Zuckeraufnahme des Körpers gestört ist und so mehr Fette aufgenommen werden.

Aufgrund verdrängter Emotionen (beispielsweise Aggression) führt Stress nicht nur zur Bildung von Krankheiten sondern  auch zu anderen körperlichen Beschwerden und beeinflusst die Lebensqualität somit negativ. Neben emotionaler Leere kann vor allem auch das psychische Befinden negativ beeinflusst werden.

Stress kann sich unter folgenden Beschwerden bemerkbar machen:

  • Kopfschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Schlaflosigkeit
  • Magenschmerzen bzw. Durchfall
  • Erschöpfung bis hin zum Burnout
  • Depression

Effektive Stressbewältigung

Der Urlaub war schön, doch nun beehrt dich wieder der graue Alltag und der Stress hat dich wieder? Viele Menschen zehren ewig an Erinnerungen und sehnen sich nach Momenten die stressfrei waren, anstatt sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.

Wie es dir gelingt deinen Tag auf ein Minimum an Stress zu reduzieren erfährst du hier!

Tipps für eine effektive Reduktion von Stress:

  • Ursache von Stress erkennen: nimm dir am besten etwas Zeit für dich selbst und liste alle Dinge auf die dich stressen. So bekommst du ein besseres Verständnis für die Stressoren und kannst damit beginnen Dinge zu ändern. Bist du aufgrund deiner Arbeit gestresst, oder sind es Beziehungen die dein Leben negativ beeinflussen?
  • Sich selbst gut organisieren: Stress kann nur reduziert werden, wenn du nicht das Gefühl hast von Dingen förmlich erschlagen zu werden. Ein Zeitplan oder etwa eine To-Do Liste mit fixen Entspannungszeiten helfen dir dabei nichts mehr zu vergessen und du hast eine weitere Stressquelle eliminiert.
  • Lerne nein zu sagen und Prioritäten zu setzen: erkenne, dass du nicht alles kontrollieren kannst und auch nicht musst. Priorisiere Dinge die dir wichtig sind und reihe die anderen an den Schluss.
  • Sorgen nicht für sich selbst behalten: unterhalte dich mit deinen Freunden oder mit deiner Familie über Dinge die dich belasten und sprich sie dir im wahrsten Sinne des Wortes von der Seele. Wenn du dich öffnest wirst du auch Einblicke in Leben anderer bekommen. Denn eines ist sicher: du bist nicht der/die Einzige der/die mit Stress zu kämpfen hat!
  • Bewegung in den Alltag integrieren: schon etwa 30 Minuten Sport pro Tag helfen dir dich besser und gesünder zu fühlen. Es gibt jede Menge toller Sportarten, ganz egal ob schwimmen, laufen, Yoga oder wandern. Wie wäre es deinen Arbeitsweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen?
  • Ernähre dich gesund: vielleicht ist dein Stressgefühl einem überhöhten Koffeinkonsum oder zu vielen Süßigkeiten zu verdanken? Nimm mindestens drei ausgewogene Mahlzeiten zu dir und versuche schnelle und ungesunde Snacks sowie Fast-Food zu vermeiden.
  • Gute Mineralstoffversorgung
  • Autogenes Training und Entspannung: Nutze dieses Entspannungsverfahren und konzentriere dich dabei auf dich selbst! Versuche doch einmal in eine andere Welt einzutauchen indem du beispielsweise ein Buch liest?
  • Optimiere deine Schlafgewohnheiten: versuche ausreichend zu schlafen. Die meisten Menschen benötigen zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf. Dimme die Lichter etwa 1 Stunde vor dem Einschlafen, das beruhigt dich und trägt zu deiner Entspannung bei. Eliminierst du TV, Handy und Laptop aus deinem Schlafzimmer steht einer erholsamen Nachtruhe nichts mehr im Weg!

Wie viel ist zu viel?

Stress und gesundes Leben sind nicht unbedingt ein Widerspruch. Wer sich dabei nicht nur auf die negativen Seiten des Stresses fixiert hat es dabei wesentlich leichter. Es geht darum Alltagssituationen zu meistern und sich dabei nicht über jede Kleinigkeit bis ins Unermessliche zu ärgern. Du hast deinen Bus verpasst? Na und? Der nächste kommt bestimmt. Nimm die Situation doch einfach mit Humor. Solche Menschen sind in der Regel stressresistenter und ausgeglichener. Stichwort: Dinge die man nicht ändern kann.

Ein Leben ohne Stress hört sich zunächst sehr reizvoll an. Doch empfehlenswert ist es aus gesundheitlichen Gründen eher weniger. Neben dem Burnout-Syndrom gibt es auch ein BoreoutSyndrom. Zum Boreout („to bore“ = sich langweilen) kommt es vor allem wenn man sich ununterbrochen langweilt und keine neuen Herausforderungen zu bewältigen hat. Dies führt wiederum zu Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Frustration.

Jeder Mensch braucht eine gesunde Portion Stress, die es zu bewältigen gilt. Das Ausmaß ist aber stark von der Persönlichkeit abhängig. Wer kein stressiges Leben hat, verpasst Herausforderungen und vergisst zu leben. Weiters vergisst man schnell wie man mit Belastungen umzugehen hat. Um Belastungen frühzeitig zu erkennen und richtig bewerten zu können haben wir den Vitalmonitor entwickelt, der dir dein Stresslevel und dein biologisches Alter anzeigt – für alle denen es schwer fällt kleinste Signale des Körpers zu deuten.

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